Prozessentwicklung für Induktionsanlagen

Prozess­entwicklung für Induktions­anlagen

Prozessentwicklung

Vom ersten Versuch bis zur abgesicherten Serie

Ein definierter Prozess ist der entscheidende Faktor für Qualität, Taktzeit und Bauteilverfügbarkeit. Wir entwickeln induktive Prozesse, die stabil laufen, Energie sparen und Reklamationen vermeiden, abgestimmt auf Ihr Werkstück, Ihren Werkstoff und Ihre Produktionsziele.

Die notwendigen Versuche und Optimierungsschritte führen wir in unserem Technikum durch, bei Bedarf auch auf originalen STEREMAT Anlagen, die Ihre späteren Serienbedingungen realitätsnah abbilden. Von der Versuchsplanung über den Induktorbau bis zur auditfesten Dokumentation erhalten Sie eine klare, reproduzierbare Grundlage für die Serienfertigung sowie für die Auslegung oder Anpassung Ihrer Induktionsanlage.

Ergebnis

Sie bekommen mehr als einzelne Versuche

Sie erhalten ein vollständiges, übertragbares Prozesspaket:

  • Einen vollständig definierten, dokumentierten und stabilen Erwärmungsprozess
  • Parameterkarten für Leistung, Frequenz, Zeit und Kopplung
  • Ein fertigungstaugliches Induktorkonzept mit definierten Schnittstellen
  • Prüfprotokolle, Musterteile und klare Freigabekriterien für die Serienfreigabe
  • Prozessparameter, die sich auf bestehende Anlagen übertragen lassen oder als Basis für die Auslegung einer neuen STEREMAT-Anlage dienen
Ablauf

Acht Anwendungsfelder – ein methodischer Leitfaden

Jede Prozessentwicklung folgt einem einheitlichen, überprüfbaren Vorgehen. Unterschiede zwischen den Verfahren berücksichtigen wir gezielt, ohne die Struktur zu verlassen. So entstehen stabile, energieeffiziente und reproduzierbare Prozesse – unabhängig davon, ob es um Härten, Löten, Fügen, Erwärmen/Kleben, Entmagnetisieren, Glühen/Vergüten, Vorwärmen/Trocknen, Schmelzen oder Sonderprozesse geht.
1. Versuchsplanung
Wir definieren gemeinsam Ziele, Randbedingungen und Messgrößen. Basis sind Zeichnung, Werkstoff, Zielgrößen (z. B. EHT, Lötspalt, Restfeld, Temperaturfenster), Taktzeit und Prüfkonzept. Nach Ihrer Freigabe starten wir mit einem belastbaren Versuchsplan. Planungsinhalte (Auszug): Bauteilgeometrie, Werkstoff, Randbedingungen, Zielgrößen & Grenzwerte, Toleranzen, Prüfmerkmale, Zeit-/Leistungsbudget, Kapazitäts- und Energieziele.
2. Versuchsaufbau
Wir richten eine prozessgerechte Umgebung ein – inkl. Werkstückaufnahmen, Positionierhilfen, Abschreck- bzw. Schutzgas­peripherie und definierter Messstellen. Ziel ist ein stabiler Aufbau, der spätere Serienbedingungen realistisch abbildet. Bausteine: Spann- und Führungskonzepte, Abschreck-/Temperiersysteme, Schutzgas­lösungen, Messpunkte und Datenerfassung.
3. Induktorentwicklung
Der Erstinduktor entsteht aus Geometrie, Kopplung und Zielprofil. Wir optimieren Windungszahl, Leiterprofil und Feldführung; bei Bedarf integrieren wir Feldkonzentratoren, Abschirmungen sowie Kammern oder Brausen. Das Ergebnis ist ein fertigungstaugliches Spulenkonzept mit definierten Schnittstellen.
4. Versuchsdurchführung
Für jeden Prozess ermitteln wir Frequenzbereich (MF/RF), Leistungs- und Zeitprofile sowie Kopplungsabstände. Thermografie/Pyrometrie und Durchfluss-/Temperaturmessung sichern die Aufzeichnung der Ist-Werte. Auf Wunsch erfolgt die Durchführung in Ihrer Anwesenheit. Erfasste Kennwerte (Beispiele): Leistung/Verlauf, Frequenzfenster, Zeiten, Temperaturprofile, Durchfluss/Kühlung, Positioniergenauigkeit.
5. Dokumentation der Ergebnisse
Nach Abschluss erhalten Sie eine vollständige Dokumentation: Parameterkarten (Leistung/Frequenz/Zeit/Kopplung), Prüfprotokolle gemäß vereinbartem Messplan, Energie- und Taktzeitdaten sowie Musterteile. Empfehlungen und der Transfer in Ihre Serienanlage werden gemeinsam abgestimmt.
6. Empfehlung
Auf Basis der Versuchsergebnisse erhalten Sie eine klare Empfehlung für den Serieneinsatz. Dazu gehören das freigegebene Prozessfenster, das Induktorkonzept und Anforderungen an Generator, Kühlung und Automatisierung. Wir zeigen, wie sich der entwickelte Prozess in Ihre bestehende Anlage übertragen lässt oder welche Ausprägung eine neue STEREMAT Anlage haben sollte. Auf Wunsch ergänzen wir dies um ein konkretes Angebot für Retrofit oder Neuanlage.
Verfahren

Besonderheiten je Verfahren

Der einheitliche Ablauf bleibt bestehen. Die folgenden Punkte ergänzen verfahrensspezifische Zielgrößen, Prüfungen und Stellgrößen.

Induktives Härten

Zielgrößen EHT/Randhärte, Konturtreue, Verzug. Kombination MF/HF zur Tiefensteuerung; definierte Abschreckstrategie; Härteverlauf und Makroschliffe als Nachweis.

Induktives Löten

Lötspalt, Benetzung, Lot­auswahl passend zum Werkstoff; Prozessführung mit Schutzgas/Flussmittel; Festigkeits- und ggf. Dichtheitsnachweise.

Induktives Fügen & Schrumpfen
Interferenzmaß, Erwärmzone, Temperaturfenster; kontrollierte Aufheizraten, definierte Montagezeit; Prozessfreigabe über Maß- und Kraftschluss.
Induktives Entmagnetisieren

Restmagnetismus unter Grenzwert; abgestuftes AC-Degauss-Profil; Messstrategie mit Gaussmeter unter realen Umgebungsbedingungen.

Induktives Glühen & Vergüten

Aufwärm-/Halte-/Abkühlraten, Zielhärte-/Gefügebänder; Kombination Härten + Anlassen (induktiv/Ofen) je nach Werkstoff.

Induktives Vorwärmen & Trocknen

Zieltemperatur, Gleichmäßigkeit, Zeitfenster; prozessspezifische Haltestufen und Feuchteentzug.

Induktives Schmelzen

Schmelzleistung, Bad­homogenität, Retorten- und Legierungsmanagement; saubere, regelbare Wärmequelle für definierte Analysen.

Induktive Sonderprozesse

Lokale Energieeinbringung für Aktivierung/Lösen von Klebstoffen, selektive Erwärmung in Verbundsystemen, Verpackungs- und Dichtprozesse; spezielle Sensorik/Prüfpläne.

VORTEILE

Ihre Vorteile der STEREMAT-Prozessentwicklung

Wir kombinieren fundierte Physik, sauberes Engineering und jahrzehntelange Anwendungserfahrung. Das Ergebnis ist ein abgesicherter, wirtschaftlicher und reproduzierbarer Prozess – exakt auf Ihr Bauteil und Ihre Serie abgestimmt.

Was Sie davon haben:

  • Erfahrenes Applikationsteam – Sie profitieren von fundiertem Know-how und branchenübergreifender Erfahrung aus tausenden Prozessversuchen.
  • Reproduzierbare Qualität – definierte Parameter, Temperaturfenster und Prüfmerkmale sichern gleichbleibende Ergebnisse – Bauteil für Bauteil.
  • Wirtschaftlich und prozesssicher – stabile Erwärmung und präzise Spulenentwicklung reduzieren Energieverbrauch, Taktzeit, Ausschuss und Reklamationen.
  • Zeitgewinn statt Experimente – kein zielloses Probieren: wir liefern einen strukturierten Weg vom ersten Versuch bis zur auditfesten Serienfreigabe.
  • Schutz Ihrer Bauteile – exakt abgestimmte Erwärmprofile schützen Geometrie, Struktur und Funktionsoberflächen.
  • Parameterübertragbarkeit – alle ermittelten Prozessparameter integrieren wir sauber in Ihre bestehende Induktionsanlage – ob STEREMAT oder Fremdfabrikat – oder verwenden sie zur Auslegung einer neuen STEREMAT-Anlage.
  • Nachhaltiges Verfahren – Induktion benötigt Energie nur im Moment der Erwärmung. Das spart CO₂, Betriebskosten und Aufheizzeiten.
  • Wettbewerbsvorteil – definierte, dokumentierte Prozesse schaffen Qualitätssicherheit und stärken Ihre Position im Markt – besonders in Automotive, Luft- & Raumfahrt, E-Mobilität und Medizintechnik.
Zusammenarbeit

Wie wir starten

Sie senden uns Zeichnung, Werkstoff, Zielgrößen (z. B. SHD, Lötspalt, Restfeld, Temperaturfenster), Losgrößen und gewünschte Taktzeit. Wir prüfen die Machbarkeit, definieren Messplan und Versuchsstrategie und starten nach Ihrer Freigabe mit dem Versuchsaufbau. Auf Wunsch führen wir die Versuche gemeinsam mit Ihrem Team durch – vor Ort oder in unserem Technikum.

Wissenstransfer

Transfer-Workshop und Schulungen für Ihr Team

Wir kombinieren die Prozessfreigabe mit Transfer-Workshops und Schulungen (z. B. Induktorbau, Bedienung, Qualitätssicherung). So wird das Know-how im Team verankert und der Ramp-up beschleunigt – bis zur souveränen Eigenbeherrschung des Prozesses.

Anfrage

Weniger Ausschuss. Mehr Qualität. Stabiler Takt.

Teilen Sie uns Bauteil, Ziel und aktuelle Randbedingungen mit. Optimal sind Zeichnung, Werkstoff und Taktzeit. Wenn nicht alles vorliegt, melden Sie sich trotzdem. Wir starten mit den vorhandenen Informationen.
Blog

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