Vertikal-Härtemaschine Thermoscan

Vertikal-Härtemaschine THERMOSCAN

THERMOSCAN

Vertikalhärten und Anlassen von Wellen, präzise, sicher, komfortabel

Die THERMOSCAN ist eine komfortable, modulare Vertikalmaschine zum induktiven Randschichthärten und Anlassen von Wellen und ähnlichen Bauteilen. Je nach Prozessanforderung wird sie mit HF-, MF- oder Mehrfrequenzgeneratoren komplettiert. Der kompakte Maschinenaufbau, die präzisen Achssysteme und die komplette Arbeitsraumeinhausung sorgen für reproduzierbare Ergebnisse im Musterbau ebenso wie in der Serie.

VORTEILE

Warum THERMOSCAN?

  • Für lange Wellen ausgelegt: Z-Achse mit 1.500 bis 3.500 mm Verfahrweg.
  • Komfortabel und sicher: komplette Arbeitsraumeinhausung mit elektrisch betätigten Türen.
  • Prozesssicher im Alltag: anwenderfreundliche Bedienoberfläche mit Prozess- und Diagnosevisualisierung sowie Programmspeicher.
  • Robust im Medienbetrieb: Edelstahl für alle wasserberührten Komponenten, getrennte Kreisläufe für Kühlwasser und Abschreckmedium.
  • Flexibel in der Generatorwahl: HF, MF oder Mehrfrequenz je nach Werkstück und Prozessfenster.
  • Erweiterbar mit Peripherie: Wasseraufbereitung, Rückkühlung, Bandfilter für Abschreckwasser, Temperaturmesstechnik.
PROZESSFÄHIGKEITEN

Fokus auf Härten und Anlassen

Die THERMOSCAN ist auf das präzise induktive Härten von Wellengeometrien und das anschließende Anlassen ausgelegt. Damit lassen sich definierte Randschichten, stabile Ergebnisse und kurze Prozesszeiten realisieren, abgestimmt auf Werkstoff, Geometrie und Qualitätsanforderung.

  • Induktives Randschichthärten: gezielte Erwärmung der Funktionsflächen mit reproduzierbarem Härteverlauf.
  • Induktives Anlassen: integrierbar für definierte Eigenschaften, geringe Streuung und prozesssichere Ergebnisse.
Induktionstechnik

Aus welchen Teilen besteht die Thermoscan?

Die Abbildung zeigt eine beispielhafte Anlagenkonfiguration.
Umfang und Ausstattung ergeben sich aus Werkstück und Prozess. Einen Überblick zu Induktionstechnik und Komponenten im Detail finden Sie in unserer Induktionstechnik-Übersicht.

OPTIONEN

Passgenau erweitern, von Peripherie bis Daten

Die THERMOSCAN kann je nach Prozess und Linie modular ergänzt werden, damit Medienqualität, Bedienkomfort und Dokumentation zu Ihren Anforderungen passen.

  • Werkstückspezifisches Zubehör
  • Bedienhandgerät
  • Energiecontroller
  • Fernwartung
  • Prozessdatenerfassung und Auswertung
  • Wasseraufbereitung und Rückkühlung: getrennte Rückkühlung von Kühl- und Abschreckwasser
  • Bandfilter für Abschreckwasser
  • Temperaturmesstechnik
  • Auffangbehälter für Abschreckmedium
EINSATZBEREICHE

Branchen & typische Bauteile

THERMOSCAN ist die passende Plattform, wenn Wellenbauteile reproduzierbar gehärtet und bei Bedarf angelassen werden sollen, mit sicherer Einhausung und klarer Prozessführung.

Branchen

Automotive & Mobilität · Maschinenbau & Anlagenbau · Werkzeugtechnik · Luft- und Raumfahrt · Rüstung & Wehrtechnik · Energie- und Bahntechnik

Typische Bauteile

Wellen · Achsen · Spindeln · Rotorwellen · Antriebswellen · lange rotationssymmetrische Bauteile
QUALITÄT

Prozesssicherheit, die sich nachweisen lässt

Alle relevanten Medien- und Sicherheitsparameter sind für den robusten Serienbetrieb ausgelegt. Sensorik für Druck, Temperatur und Durchfluss unterstützt stabile Kreisläufe. Die getrennte Führung von Kühlwasser und Abschreckmedium sorgt für definierte Bedingungen und reproduzierbare Ergebnisse.

  • Sicherheitskonzept: Türsicherheitssystem, Zweihandbedienung
  • Überwachung der Wasserkreisläufe: Druck-, Temperatur- und Durchflusssensoren
  • Optionale Dokumentation: Prozessdatenerfassung und Auswertung
SERVICE

Partnerschaft über den gesamten Lebenszyklus

Wir begleiten Sie von der Idee bis zur Serienanlage: Machbarkeitsanalyse, Bemusterung, Induktor-Design, Integration und laufender Betrieb – inklusive Fernwartung, Prozess-Audits und Retrofit.

  • Machbarkeitsanalyse & Prozessuntersuchung
  • Induktor-/Werkzeug-Design
  • Inbetriebnahme & Schulung
  • Ersatzteile, Fernsupport, Optimierung
  • Retrofit/Modernisierung bestehender Anlagen
PRODUKTÜBERSICHT

THERMOSCAN - technische Übersicht

Feature / Parameter
THERMOSCAN
Netzanschluss
50/60Hz 400V oder nach Kundenspezifikation
Steharbeitsplatz, Handbeladung, Einspannhöhe 520 mm
Verfahrwege der Linearachsen
Z-Achse: 1.500-3.500 mm, Y-Achse: 180 mm X-Achse: +/- 10 mm für Induktor-Feineinstellung
Verfahrgeschwindigkeit Z-Achse
0 .. .400 mm/s
Positioniergenauigkeit Z-Achse
±0,05 mm
Rotationsachse
E-Achse: 40 .. .400 U/min
Gegenhalter
elektrisch angetrieben mit pneumatischer Spannhilfe Kompensation der wärmebedingten Längenausdehnung
Lünetten
alternativ zum Gegenhalter zur Vergrößerung der Einspann-länge mit Induktor mitfahrend
Werkstückspannung
über Fußtaster pneumatisch zwischen Spitzen
Absaugung
mit Induktor mitfahrend
Werkstückdurchmesser/-gewicht
max. 300 mm, max. 500 kg / Werkstück
Steuerung
Siemens CNC oder SPS
Sicherheitseinrichtungen
Türsicherheitssystem, Druck-, Temperatur- und Durchfluss­sensoren für die Wasserkreisläufe, Zweihandbedienung
Kühl-, Abschreckmedium
getrennte Kreisläufe für Kühlwasser und Abschreckmedium
Optionen
werkstückspezifisches Zubehör Bedienhandgerät Energiecontroller Fernwartung Prozessdatenerfassung und -auswertung
Hauptabmessungen (LxßxH) / Gewicht
ca. 251 0x3350x5200 mm / ca. 4500 kg
SERVICE & PARTNERSCHAFT

Angebot für THERMOSCAN anfordern

Kurz die Werkstückdaten und Zielwerte senden, wir prüfen Auslegung, Generatorwahl (HF, MF oder Mehrfrequenz) und die passende Peripherie für Ihre Serie.

FAQs

Hier beantworten wir kurz und präzise die wichtigsten Fragen zur Unitherma.

Zur Verlängerung der Lebensdauer einer Induktionshärteanlage sind regelmäßige Kontrollen und Reinigungen der Kühlsysteme erforderlich. Elektrische Verbindungen und Isolatoren sollten geprüft und Sensoren regelmäßig kalibriert werden. Ebenso sind mechanische Komponenten wie Achsen und Führungssysteme zu inspizieren. Der vorbeugende Austausch von Verschleißteilen reduziert Ausfallzeiten und sichert die Prozessstabilität.

Zentrale Herausforderungen sind die exakte Abstimmung von Induktor und Werkstückgeometrie sowie die präzise Kontrolle des Abschreckmediums. Zudem erfordert die korrekte Auslegung von Generatorleistung und Frequenz zur Erreichung der gewünschten Härtetiefe hohe technische Genauigkeit. Eine umfassende Prozessanalyse und Werkstücksimulation im Vorfeld sind entscheidend für reproduzierbare und optimale Ergebnisse.

Zur Qualitätskontrolle der Randschicht kommen Härteprüfungen nach Vickers oder Rockwell, Schliffbildanalysen zur Bestimmung der Einhärtetiefe und Rissprüfungen mit dem Magnetpulververfahren zum Einsatz. Infrarotkameras überwachen zusätzlich die Oberflächentemperatur während des Prozesses, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen.

Industrie 4.0 vernetzt und automatisiert die Prozesse moderner Härteanlagen. Sensoren und Aktoren erfassen in Echtzeit Daten zu Temperatur, Durchfluss und Position, die zur Überwachung und Optimierung genutzt werden. So lassen sich Wartungen prädiktiv planen, die Anlagenauslastung erhöhen und Betriebskosten senken.

Für die Induktionshärtung eignen sich Stähle mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,3 bis 0,6 Prozent, insbesondere Vergütungsstähle wie C45 oder 42CrMo4 sowie Einsatzstähle. Auch bestimmte Gusseisensorten sind geeignet. Entscheidend sind die Mikrostruktur des Materials und seine Fähigkeit, bei Erwärmung eine martensitische Umwandlung zu bilden.

Induktive Härteprozesse erhöhen die Energieeffizienz, da nur gezielt die zu härtenden Bereiche erwärmt werden. Dadurch sinkt der Gesamtenergieverbrauch im Vergleich zu Ofenverfahren deutlich. Zudem reduzieren umweltfreundliche Kühlsysteme und geringere Prozessgasemissionen die Umweltbelastung und fördern die Nachhaltigkeit.

Die Wirtschaftlichkeit von Induktionshärteanlagen hängt vor allem von Energieeffizienz, kurzen Taktzeiten und hoher Prozessreproduzierbarkeit ab. Niedrige Ausschussraten und ein geringerer Nachbearbeitungsaufwand reduzieren die Betriebskosten. Eine flexible Anpassung an unterschiedliche Bauteile verkürzt Rüstzeiten und steigert die Produktionsflexibilität.

Sie haben noch weitere Fragen?

Fehlt Ihnen eine Information? Schreiben Sie uns – wir beantworten sie gerne und erweitern unseren FAQ-Bereich fortlaufend.