Horizontal-Induktionshärteanlagen

Horizontal-Induktions­härteanlagen

Horizontalhärteanlagen

Horizontal-Induktions­härteanlagen für lange Profile und Bauteile bis 12.000 mm

Wenn Werkstücke zu lang für vertikale Konzepte werden, spielen Horizontalhärteanlagen ihre Stärken aus: stabiles Spannen, kontrollierte Induktorführung und reproduzierbare Randschichthärtung entlang definierter Zonen. STEREMAT liefert zwei Ausbaustufen für lange Bauteile, zum Beispiel Profile, Führungsschienen und Wellen, abgestimmt auf Takt, Qualitätsziel und Linienintegration.

VORTEILE

Warum Horizontal­härteanlagen von STEREMAT?

  • Für lange Werkstücke ausgelegt: zwei Längenklassen bis 6.000 mm und bis 12.000 mm.
  • Sicheres Arbeiten: Anti-Crash-System für Induktoren (zweidimensional) schützt Werkstück und Werkzeug.
  • Effiziente Abläufe: paralleles Bestücken und Bearbeiten reduziert Nebenzeiten.
  • Bedienerfreundlich: klare Oberfläche mit Programmen für wiederholgenaue Prozesse.
  • Hohe Verfügbarkeit: Fernwartung ist vorgesehen, Diagnose und Support laufen schnell und strukturiert.
  • Skalierbar: Automatisierung und Datenarchivierung können je nach Variante und Bedarf ergänzt werden.
PROZESSFÄHIGKEITEN

Randschichthärten und Anlassen in einem abgestimmten Ablauf

Die Horizontalanlagen sind für das induktive Randschichthärten ausgelegt und unterstützen das Anlassen direkt im Prozess. So entstehen belastbare, verschleißfeste Randschichten bei zähem Kern, mit stabilen Prozessfenstern und reproduzierbarer Qualität entlang der Bauteillänge.
VARIANTEN

Zwei Varianten: 6 m für Effizienz, 12 m für maximale Länge

Mittlere Horizontalanlage (bis 6.000 mm)

Die Standardausführung für lange Bauteile wie Profile, Führungsschienen und Wellen. Ausgelegt auf reproduzierbare Randschichthärtung und stabile Prozessführung. Automatisierung, Prozessüberwachung und Datenarchivierung sind bedarfsgerecht erweiterbar.

Große Horizontalanlage (bis 12.000 mm)

Die Variante für extra lange Werkstücke und anspruchsvolle Serienanforderungen. Ideal für Bauteile, bei denen über die gesamte Länge definierte Zonen sicher eingehalten werden müssen. Automatisierung, Prozessüberwachung und Datenarchivierung sind auf Serienbetrieb und Traceability ausgelegt.

Induktionstechnik

Aus welchen Teilen besteht die Horizontal-Induktions­härteanlagen?

Die Abbildung zeigt eine beispielhafte Anlagenkonfiguration.
Umfang und Ausstattung ergeben sich aus Werkstück und Prozess. Einen Überblick zu Induktionstechnik und Komponenten im Detail finden Sie in unserer Induktionstechnik-Übersicht.

OPTIONEN

Passgenau erweitern: von Handling bis Daten

Die Horizontalhärteanlagen lassen sich modular an Ihre Fertigung anpassen. Typische Optionen sind:

  • Automation: Be- und Entladung, Transfer, Schnittstellen zur Linie.
  • Daten & Traceability: Prozessdatenerfassung und Datenarchivierung je nach QS-Anforderung.
  • Fernwartung: abgestimmte Diagnose- und Servicewege.
  • Induktoren nach Maß: pro Werkstückzone ausgelegte Spulen, Schutzkonzepte, Wechselkonzepte.
EINSATZBEREICHE

Branchen & typische Bauteile

Horizontalhärteanlagen werden eingesetzt, wenn Bauteile lang sind, definierte Zonen brauchen und Prozesse wiederholgenau laufen müssen.

Branchen

Automotive & Mobilität · Maschinenbau & Anlagenbau · Werkzeugtechnik · Luft- und Raumfahrt · Energie- und Bahntechnik

Typische Bauteile

Profile · Führungsschienen · Wellen · Achsen · Spindeln · Rotorwellen · Antriebswellen · lange Präzisionswellen

QUALITÄT

Prozesssicherheit, die sich nachweisen lässt

Für Serienprozesse zählen stabile Parameter, wiederholgenaue Bewegung und saubere Dokumentation. Je nach Ausbaustufe lassen sich Programme, Prozessdaten und Service-Zugänge so aufsetzen, dass Qualität nachvollziehbar bleibt.
SERVICE

Partnerschaft über den gesamten Lebenszyklus

Wir begleiten Sie von der Idee bis zur Serienanlage: Machbarkeitsanalyse, Bemusterung, Induktor-Design, Integration und laufender Betrieb – inklusive Fernwartung, Prozess-Audits und Retrofit.

  • Machbarkeitsanalyse & Prozessuntersuchung
  • Induktor-/Werkzeug-Design
  • Inbetriebnahme & Schulung
  • Ersatzteile, Fernsupport, Optimierung
  • Retrofit/Modernisierung bestehender Anlagen
PRODUKTÜBERSICHT

Horizontal­härteanlagen: Technische Übersicht

Feature / Parameter
Mittlere Horizontalanlage
Große Horizontalanlage
Besonderheit
effizient
für extra lange Werkstücke
Anwenderfreundliche Bedienoberfläche
Anti-Crash-System für Induktoren
zweidimensional
zweidimensional
Maximale Werkstücklänge
6.000 mm
12.000 mm
Fernwartung
Härten und Anlassen
Paralleles Bestücken und Bearbeiten
Automatisierbar
optional
Datenarchivierung
optional
SERVICE & PARTNERSCHAFT

Angebot für Horizontal­härteanlagen anfordern

Kurz die Werkstückdaten und Zielwerte senden, wir prüfen Auslegung, Generatorwahl (HF, MF oder Mehrfrequenz) und die passende Peripherie für Ihre Serie.

FAQs

Hier beantworten wir kurz und präzise die wichtigsten Fragen zu Horizontalhärteanlagen.

Zur Verlängerung der Lebensdauer einer Induktionshärteanlage sind regelmäßige Kontrollen und Reinigungen der Kühlsysteme erforderlich. Elektrische Verbindungen und Isolatoren sollten geprüft und Sensoren regelmäßig kalibriert werden. Ebenso sind mechanische Komponenten wie Achsen und Führungssysteme zu inspizieren. Der vorbeugende Austausch von Verschleißteilen reduziert Ausfallzeiten und sichert die Prozessstabilität.

Zentrale Herausforderungen sind die exakte Abstimmung von Induktor und Werkstückgeometrie sowie die präzise Kontrolle des Abschreckmediums. Zudem erfordert die korrekte Auslegung von Generatorleistung und Frequenz zur Erreichung der gewünschten Härtetiefe hohe technische Genauigkeit. Eine umfassende Prozessanalyse und Werkstücksimulation im Vorfeld sind entscheidend für reproduzierbare und optimale Ergebnisse.

Zur Qualitätskontrolle der Randschicht kommen Härteprüfungen nach Vickers oder Rockwell, Schliffbildanalysen zur Bestimmung der Einhärtetiefe und Rissprüfungen mit dem Magnetpulververfahren zum Einsatz. Infrarotkameras überwachen zusätzlich die Oberflächentemperatur während des Prozesses, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen.

Industrie 4.0 vernetzt und automatisiert die Prozesse moderner Härteanlagen. Sensoren und Aktoren erfassen in Echtzeit Daten zu Temperatur, Durchfluss und Position, die zur Überwachung und Optimierung genutzt werden. So lassen sich Wartungen prädiktiv planen, die Anlagenauslastung erhöhen und Betriebskosten senken.

Für die Induktionshärtung eignen sich Stähle mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,3 bis 0,6 Prozent, insbesondere Vergütungsstähle wie C45 oder 42CrMo4 sowie Einsatzstähle. Auch bestimmte Gusseisensorten sind geeignet. Entscheidend sind die Mikrostruktur des Materials und seine Fähigkeit, bei Erwärmung eine martensitische Umwandlung zu bilden.

Induktive Härteprozesse erhöhen die Energieeffizienz, da nur gezielt die zu härtenden Bereiche erwärmt werden. Dadurch sinkt der Gesamtenergieverbrauch im Vergleich zu Ofenverfahren deutlich. Zudem reduzieren umweltfreundliche Kühlsysteme und geringere Prozessgasemissionen die Umweltbelastung und fördern die Nachhaltigkeit.

Die Wirtschaftlichkeit von Induktionshärteanlagen hängt vor allem von Energieeffizienz, kurzen Taktzeiten und hoher Prozessreproduzierbarkeit ab. Niedrige Ausschussraten und ein geringerer Nachbearbeitungsaufwand reduzieren die Betriebskosten. Eine flexible Anpassung an unterschiedliche Bauteile verkürzt Rüstzeiten und steigert die Produktionsflexibilität.

Sie haben noch weitere Fragen?

Fehlt Ihnen eine Information? Schreiben Sie uns – wir beantworten sie gerne und erweitern unseren FAQ-Bereich fortlaufend.