Werkzeugtechnik

Induktionslösungen für Werkzeugtechnik

Werkzeug- & Formenbau

Induktion im Werkzeug- & Formenbau

Serienfertigung braucht stabile Wärmeprozesse: kurze Takte, wenig Verzug, audit-taugliche Dokumentation. STEREMAT liefert standardisierte Individualität – erprobte Anlagenplattformen, exakt auf Material, Geometrie und Prüfplan konfiguriert. Ergebnis: flammenlose, lokalisierte Erwärmung, reproduzierbar und effizient – für Schneidwaren, Zerspanungswerkzeuge und Befestigungstechnik.

Was wirklich wehtut – und wie wir’s lösen

Ihre typischen Herausforderungen im Serienalltag

  • Taktzeitdruck & Serienanlauf
    — Induktion erreicht Solltemperaturen in Sekunden; definierte Prozessfenster
    — stabile Takte, schnellere Hochläufe.
  • Härteverlauf & Standzeit (Klingen, Sägezähne, Schneiden)
    — geregeltes Härten/Anlassen, optional integriertes Anlassen
    — definierte Härteprofile, lange Standzeiten.
  • Verzug, Geradheit & Optik
    — punktgenaue Energie, kleine Wärmeeinflusszonen, Schutzgas auf Wunsch
    — weniger Verzug, saubere Oberflächen (geringe Oxidation/Anlassfarben).
  • Hartmetall-/PKD-Lötungen (Sägeblätter, Bohrer)
    — flammenloses Hartlöten, definierte Spaltgeometrie, Schutzgas-Option
    — saubere Lötbilder, wiederholgenaue Festigkeit.
  • Befestigungstechnik (Schrauben/Bolzen/Muttern)
    — induktives Vorwärmen fürs Umformen/Schmieden, gezieltes Anlassen
    — homogene Eigenschaften, planbare €/Teil.
  • Teilemix & Rüstwechsel
    — Schnellwechsel-Induktoren, Rezeptverwaltung, Poka-Yoke
    — weniger Rüstfehler, OEE rauf.
  • Traceability & Benutzerrollen
    — Bauteil-ID, Data-Logging, Audit-Trail, Rollen/Rechte
    — prüfbare Prozesse, kundentaugliche QS-Protokolle.
  • Fachkräfte & Onboarding
    — intuitive HMI, SOPs, Training
    — schnell angelernt, sicher bedient.
Prozess zuerst, Maschine danach

Prozessentwicklung – Ihr sicherer Weg zur Serie

Wir definieren Ihr Prozessfenster in Versuchsreihen (Leistung/Frequenz/Zeit/Kühlung), entwickeln den Induktor und dokumentieren reproduzierbare Parameter. Das validierte Konzept übertragen wir 1:1 in die Anlage – inklusive SOPs, Schulung und auf Wunsch kundenspezifischer Abnahme.

So reduzieren Sie Risiko, bevor Sie investieren.

Typische Anwendungen

Wo Induktion in der Werkzeugtechnik wirkt

Härte- & Anlassprozesse

Wenn Schneidkanten und Funktionsflächen hart, zäh und verzugsarm sein müssen:

Messer-/Axtklingen, Scheren, Sägezähne, Stempel/Matrizen; auf Wunsch integriertes Anlassen.

Ergebnis: definierte Härteprofile, hohe Kantenstabilität, geringe Verzüge.

Hartlöten

Wenn Hartmetall-/PKD-Besätze oder Trägerverbindungen sauber und fest gefügt werden sollen:

HM/PKD-Zähne auf Sägeblättern, Bohrerkronen, Bohrer-/Fräserträger, Führungsleisten; Schutzgas auf Wunsch.

Ergebnis: oxidationsarme Lötbilder, wiederholgenaue Festigkeit.

Vorwärmen fürs Umformen/Schmieden

Wenn Rohlinge formstabil und prozesssicher umgeformt werden sollen:

Schrauben-, Bolzen- und Mutternrohlinge, Werkstückaufnahmen, Schaft-/Kopfvorwärmung.

Ergebnis: homogene Erwärmung, stabile Umformqualität.

Fügen & Schrumpfen

Wenn Passungen definierte Sitzkräfte ohne Gesamtaufheizung brauchen:

Ringe, Buchsen, Schrumpffutter, Werkzeugaufnahmen.

Ergebnis: reproduzierbare Passungen, bedienerunabhängige Qualität, schnelle Rüstwechsel.

Entmagnetisieren

Wenn Montage, Schleifen und Messung störungsfrei funktionieren müssen:

Klein- und Langteile vor Endkontrolle/Verpackung, gehärtete Klingen/Blätter, Bohrer/Fräser.

Ergebnis: saubere Oberflächen, präzise Messwerte, weniger Ausschuss.

Vor-/Nachbehandlung

Wenn Beschichtungen/Klebungen sicher aushärten oder Spannungen reduziert werden sollen:

Tempern von Beschichtungen, Aushärten von Klebungen/Harzen, Spannungsarmglühen nach Härten/Schweißen, selektives Erwärmen für Montage/Demontage.

Ergebnis: verkürzte Aushärtezeiten, stabile Endwerte, inline-fähig.

Use-Case

Praxisbeispiel: Härten in der Serienvarianz – 16 Werkstücktypen im 3-Schicht-Betrieb

Ausgangslage: Ein Kunde musste 16 unterschiedliche Werkstücktypen im 3-Schicht-Betrieb härten. Gesucht war eine lösungssichere Anlage mit schnellem Programmwechsel und konstanten Härteergebnissen über alle Varianten.

Lösung:

  • Einsatz der Universalhärteanlage UNITHERMA (Einstiegsmodell), kundenspezifisch parametriert.
  • Rezeptverwaltung mit bis zu 250 Werkstückprogrammen; die 16 kundenspezifischen Rezepte wurden von STEREMAT erstellt und dokumentiert.
  • Bedienung zunächst halbautomatisch/manuell für den Serienanlauf.

Ergebnis:

  • Konstante, präzise Härtebilder je Werkstücktyp; reproduzierbare Qualität.
  • Einfacher Variantenwechsel über Rezeptauswahl; sichere Wiederholbarkeit.
  • Nach 6 Monaten Umstellung auf vollautomatisierten Betrieb – die Produktivität wurde weiter gesteigert.

Highlights:

  • Varianzfähig: 16 Typen heute, Skalierung auf weitere Rezepte jederzeit möglich (bis 250).
  • Schrittweise Automatisierung: vom manuellen Anlauf zur Vollautomation – ohne Prozessbruch.
  • Dokumentierbar: Rezeptbasierte Bedienung und nachvollziehbare Prozessparameter.
Sicher. Schnell. Einfach.

Lassen Sie uns Ihren Werkzeugtechnik-Prozess absichern

In wenigen Schritten zeigen wir, wie Sie Risiko senken, Takt beschleunigen und Qualität absichern – mit dokumentierter Reproduzierbarkeit und klaren Schnittstellen in Ihre Produktion.

FAQs

Hier beantworten wir kurz und präzise die wichtigsten Fragen zur Induktion in der Branche Werkzeug- & Formenbau.

Für das Induktionshärten in der Werkzeugtechnik gelten allgemeine Normen zur Wärmebehandlung, darunter DIN EN ISO 9001 für Qualitätsmanagementsysteme. Materialnormen wie DIN EN ISO 6508 zur Härtemessung und DIN EN ISO 4960 zur Bestimmung der Randschichthärtetiefe definieren die geforderten Härtewerte und Mikrostrukturen. Die Einhaltung dieser Standards sichert eine reproduzierbare Qualität und bildet die Grundlage für Prozess- und Systemaudits. In vielen Unternehmen erfolgt zudem eine Dokumentation nach Branchenstandards wie IATF 16949 oder Luftfahrtnormen.

Der Induktor bestimmt, wo und wie die Energie im Werkstück eingeleitet wird. Eine exakte Anpassung an die Werkzeuggeometrie ermöglicht eine gleichmäßige, kontrollierte Erwärmung und verhindert lokale Überhitzungen oder unzureichend erwärmte Bereiche. So werden die gewünschten Materialeigenschaften und die Funktionssicherheit erzielt. Unpassende Induktoren führen zu Prozessinstabilitäten und höherem Ausschuss. Die Optimierung erfolgt meist durch Simulationen und Versuchsreihen.

Digitalisierung ermöglicht eine präzise Steuerung, Überwachung und Dokumentation sämtlicher Prozessparameter in Echtzeit. Sensorik und Software erfassen Härteprofile, Temperaturen und Leistungsverläufe detailliert und erlauben deren Analyse. So werden Reproduzierbarkeit, Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit nach Industrie-4.0-Standards gewährleistet. Zudem unterstützt die digitale Vernetzung vorausschauende Wartung, kontinuierliche Prozessoptimierung und die Integration in übergeordnete MES-Systeme über standardisierte Schnittstellen.

Induktive Erwärmung ermöglicht im Werkzeugbau eine präzise, schnelle und lokal begrenzte Wärmebehandlung, die Ofen- und Flammenverfahren übertrifft. Sie erlaubt definierte Härteverteilungen bei minimalem Verzug und geringer Oxidation, was die Bauteilqualität erhöht und Nachbearbeitungen reduziert. Kürzere Prozesszeiten senken zudem die Produktionskosten und verbessern die Bearbeitung komplexer Geometrien.

Sie haben noch weitere Fragen?

Fehlt Ihnen eine Information? Schreiben Sie uns – wir beantworten sie gerne und erweitern unseren FAQ-Bereich fortlaufend.