Automatisierung

Automatisierung von Induktionsanlagen

Induktionstechnik

Induktionsanlagen, die sich in Ihre Linie einfügen

Induktive Erwärmung wird dann richtig stark, wenn sie sich nahtlos in Ihre Abläufe einfügt. STEREMAT Anlagen werden von Anfang an so ausgelegt, dass sie automatisierte Prozesse unterstützen, nicht nur als nachträgliches Add-on.

Je nach Projekt kann die Automatisierung direkt an der Anlage stattfinden, zum Beispiel Einlegen, Start, automatischer Prozessablauf, Entnahme, oder die Induktionsanlage wird in eine bestehende Fertigungslinie integriert. In beiden Fällen gilt: reproduzierbare Prozesse, weniger Handarbeit, stabile Takte.

Vorteile

Vorteile der automatisierten Induktion

Mit automatisierten Abläufen rund um die Induktionsanlage sichern Sie:

  • höhere Ausbringung bei stabiler Qualität
  • weniger Bedienereinfluss und geringere Fehlerquote
  • planbare Taktzeiten und bessere Auslastung
  • bessere Arbeitssicherheit im Umgang mit heißen Teilen
  • Bereitschaft für Schichtbetrieb und zukünftiges Wachstum

Zwei Wege der Automatisierung mit STEREMAT

Automatisierte Prozesse an der Anlage

Hier bleibt der Arbeitsbereich klar definiert. Das Werkstück wird zugeführt, manuell oder durch eine vorgelagerte Automation, das passende Rezept wird gewählt und der Prozess läuft automatisch ab. Achsen, Induktor, Abschreckbrause und Werkstückaufnahme arbeiten programmiert zusammen.

Am Ende liegt das fertig behandelte Werkstück wieder in einer definierten Position bereit, zum Beispiel auf einer Aufnahme, einem Tisch oder einer Übergabestation. Dieser Ansatz eignet sich für Einzelzellen, für Nachrüstung bestehender Anlagen oder als Baustein innerhalb einer Linie.

Integration in bestehende Linien

In vielen Projekten ist die Induktionsanlage ein Teil einer größeren Automationsstrecke. STEREMAT übernimmt dann den kompletten Prozessblock Induktion, also Erwärmen, Halten, Abschrecken und ggf. Prüfen im eigenen Anlagenfenster.

Die Anlage nimmt Teile von Fördertechnik, Palettenträgern oder Robotern entgegen und übergibt sie nach dem Prozess wieder an die nächste Station. Die übergeordnete Transport- und Linienautomation wird dabei in der Regel vom Kunden oder einem Systemintegrator realisiert. Wir liefern definierte mechanische und elektrische Schnittstellen, damit die Anlage sauber eingebunden werden kann.

Module

Automationsmodule an der Induktionsanlage

Je nach Aufgabe kommen unterschiedliche Bausteine im direkten Umfeld der STEREMAT Anlage zum Einsatz.

Roboterübergabe und Greifkonzepte
Die Induktionsanlage stellt definierte Übergabepositionen bereit, Roboter übernehmen das Einlegen und Entnehmen der Werkstücke. Greifkonzepte werden auf Temperatur, Geometrie und Taktzeit abgestimmt.

Drehtische und Indexsysteme
Mehrere Stationen, zum Beispiel Erwärmen, Abschrecken und Entladen, können über Rundtische oder Indexeinheiten verbunden werden. Das erlaubt Parallelprozesse und stabilere Takte.

Linearachsen und Portale
Scanhärten, Längserwärmen oder sequenzielles Bearbeiten mehrerer Zonen erfordern lineare Bewegungen. Linearmodule und Portale positionieren Induktor oder Werkstück reproduzierbar über die relevanten Zonen.

Werkstückaufnahmen und Positionierhilfen
Aufnahmen, Prismen, Spannsysteme und Anschläge sorgen dafür, dass jedes Werkstück in der richtigen Lage und Höhe in das Feld gebracht wird. Das ist die Basis für automatisierte Beladung und reproduzierbare Ergebnisse.

Betriebsarten

Betriebsarten und Ausbaustufen

Automatisierung wächst oft mit der Aufgabe. Wir unterstützen unterschiedliche Ausbaustufen.

Handarbeitsplatz mit Automatikunterstützung
Werkstücke werden manuell eingelegt und entnommen, die Anlage übernimmt den gesamten Heiz- und Abschreckablauf automatisch. Rezepte, Achsbewegungen und Prüfungen sind hinterlegt, der Bediener startet nur noch den Zyklus. Ideal für kleinere Stückzahlen oder Serienanläufe.

Halbautomatische Zelle mit manueller Teilezuführung
Die Teilezufuhr erfolgt manuell oder über einfache Hilfsmittel, zum Beispiel Magazine oder Rutschen, der Prozess an der Anlage läuft automatisch. Roboter oder Drehtische können das Be- und Entladen unterstützen. Geeignet, wenn noch Flexibilität im Prozess gewünscht ist, aber Bedienaufwand sinken soll.

Vollautomatisch integrierte Induktionsstation
Die Induktionsanlage ist fest in eine Linie eingebunden. Werkstücke kommen automatisch an, werden in der STEREMAT Station behandelt und gehen automatisch weiter zur nächsten Bearbeitung oder Prüfung. Die Liniensteuerung übernimmt Taktung und Reihenfolge, die STEREMAT Steuerung sichert den Prozessblock Induktion. So lässt sich vom manuellen Startpunkt aus schrittweise auf Vollautomation erweitern.

Schnittstellen

Schnittstellen und Integration

Damit die Induktionsanlage sich sauber in Ihre Struktur einfügt, sind klare Schnittstellen entscheidend.

SPS und Feldbus

Die Steuerung der STEREMAT Anlage kommuniziert über gängige Feldbus- oder Ethernet basierte Systeme, zum Beispiel mit Siemens SPS im Werk. Start, Stopp, Störung, Fertigmeldung und weitere Signale stehen in definierter Form zur Verfügung.

Anbindung an Robotik und Handlingsysteme

Für Roboter und Handlingsysteme definieren wir Übergabepositionen, Freigabesignale und Statusmeldungen. So können Ihre Automatisierungspartner oder interne Instandhaltung die STEREMAT Station gezielt in bestehende Konzepte einbinden.

Integration in Leitsysteme und MES

Auf Wunsch können Prozessdaten wie Temperatur, Leistung, Chargeninformationen oder Gut Schlecht Bewertungen an übergeordnete Systeme gemeldet werden. Die Anbindung erfolgt typischerweise über OPC UA Schnittstellen, die ausschließlich der standardisierten Bereitstellung der Daten dienen.

Ein in die Anlage integrierter Industrie PC (IPC) kann diese über OPC UA bereitgestellten Daten zusätzlich lokal erfassen und verarbeiten, zum Beispiel für Vorverarbeitung, Aggregation oder Pufferung. Damit unterstützen wir Traceability, Auditfähigkeit und Auswertungen im Sinne von OEE oder Qualität.

Sicherheit

Sicherheit in automatisierten Zellen

Sobald Teile automatisch bewegt und erwärmt werden, steigt die Bedeutung von Schutzeinrichtungen.

Umhausung und Schutzbereiche
Maschinenverkleidungen, Schutzfelder und verriegelte Türen begrenzen den Gefahrenbereich. Automatikbetrieb ist nur bei geschlossenen Schutzeinrichtungen möglich, Einrichten erfolgt in definierten, sicheren Betriebsarten.

Lichtgitter und Zustandsüberwachung
Lichtgitter, Scanner oder Schaltmatten können zusätzliche Bereiche absichern, zum Beispiel für Roboterzellen. Die Steuerung überwacht Zustände und schaltet Leistung und Bewegung bei Bedarf sicher ab.

Umgang mit heißen Werkstücken
Greifer, Ablagen, Rutschen und Abschreckstationen werden so ausgelegt, dass Bediener nicht mit glühenden Teilen in Kontakt kommen. Sichtfenster, Warnhinweise und klare Abläufe unterstützen den sicheren Alltag.

Anfrage

Automatisierung anfragen

Teilen Sie uns Bauteile, Stückzahlen und Taktzeiten mit. Optimal sind zusätzlich Schichtmodell, gewünschter Automationsgrad, Linienumgebung sowie Schnittstellenvorgaben und Sicherheitskonzept. Wenn Sie noch nicht alles festgelegt haben, melden Sie sich trotzdem. Wir unterstützen bei der Strukturierung.

Auf Basis Ihrer Angaben definieren wir ein Integrationskonzept mit klaren Schnittstellen und Verantwortlichkeiten. Das reduziert Projektrisiken und macht Aufwand und Lieferumfang transparent.

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