Universelle Induktionsanlage Unitherma

Universelle Induktionsanlage Unitherma

Unitherma

Universelle Induktionsanlage: flexibel, kompakt und prozesssicher

Die Unitherma ist unsere vielseitige Plattform für industrielle Wärmeprozesse. Wir starten mit Ihrem Prozess, und danach konfigurieren wir die passende Maschine. Dafür nutzen wir die vertikale Grundmaschine, die Sie bei Bedarf um ein Horizontalmodul erweitern können. So entsteht eine Anlage, die exakt zu Werkstück, Takt und Qualitätsziel passt.

Sie bearbeiten kleine bis mittlere Bauteile effizient: bis 40 cm horizontal oder bis ca. 180 cm vertikal. Neben dem Randschichthärten eignet sich die Unitherma auch zum Löten sowie für Fügen und Schrumpfen. Außerdem unterstützt sie Entmagnetisieren, Anlassen und Vergüten, Vorwärmen und Trocknen sowie Sonderprozesse. Damit erreichen Sie präzise Ergebnisse, sparen Energie und bleiben dank klarer Schnittstellen sehr gut automatisierbar.

VORTEILE

Warum Unitherma?

  • Universell und platzsparend: Eine Anlage, mehrere Verfahren. Dadurch ist sie ideal, wenn Aufgaben wechseln und die Aufstellfläche knapp ist.
  • Bedienerfreundlich: Intuitive HMI mit Rezeptverwaltung, damit Abläufe sicher und wiederholbar bleiben.
  • Hohe Verfügbarkeit: Optional mit Fernwartung und Automationsmodulen, sodass Sie prozesssicher vom Muster bis zur Serie arbeiten.
  • Präzise und stabil: Z-Achse mit 400 mm Verfahrweg. Optional Werkstückrotation und definierte Kühleinbindung, damit die Ergebnisse konstant bleiben.
  • Investitionssicherheit: Modulare Erweiterbarkeit und Retrofit-Optionen, sodass der Anlagenwert über Jahre erhalten bleibt.
PROZESSFÄHIGKEITEN

Eine Anlage, viele Verfahren

  • Induktives Härten: Punktgenaue Randschichthärtung. Auf Wunsch mit integriertem Anlassen, damit Gesamttakte kurz bleiben.
  • Induktives Löten: Hartlöten oder Weichlöten von Stahl, Kupfer, Messing und Aluminium. So entstehen saubere Kapillarverbindungen ohne Flamme.
  • Fügen und Schrumpfen: Definierte Passungen (Zahnräder, Wellen, Lager) schnell und wiederholbar, ohne dass das gesamte Bauteil aufgeheizt werden muss.
  • Entmagnetisieren: Schnelle Restfeldreduktion, damit Montage, Messung und Folgeprozesse stabil laufen.
  • Anlassen und Vergüten: Spannungsarmglühen, Weichglühen, Normalglühen sowie Vergüten. Das sorgt für kontrollierte Gefügeänderungen, und auf Wunsch mit Dokumentation.
  • Vorwärmen und Trocknen: Lokale Erwärmung vor Schweißen oder Umformen. Außerdem Trocknung und Aushärtung von Lacken, Harzen und Klebstoffen.
  • Sonderprozesse: Zum Beispiel selektives Entwachsen, induktives Siegeln oder materialangepasste Spezialprozesse.
Induktionstechnik

Aus welchen Teilen besteht die Unitherma?

Die Abbildung zeigt eine beispielhafte Anlagenkonfiguration.
Umfang und Ausstattung ergeben sich aus Werkstück und Prozess. Einen Überblick zu Induktionstechnik und Komponenten im Detail finden Sie in unserer Induktionstechnik-Übersicht.

OPTIONEN

Passgenau erweitern: von Induktor bis Automation

Die Unitherma wächst mit Ihren Aufgaben. Module, Software und Spulen stimmen wir auf Bauteil, Prozessfenster und Taktzeit ab, sodass Qualität stabil bleibt und Umrüstzeiten sinken. Gleichzeitig wird die Integration in Linien deutlich einfacher.

  • Automation: Be- und Entladung, Rundtisch, Lineartransfer oder Roboterhandling.
  • Induktoren nach Maß: Einspulig oder mehrspulig, Schnellwechsel sowie optimierte Kopplung und Kühlung.
  • Software und Daten: Prozessvisualisierung, Datenerfassung, Rezeptverwaltung sowie OPC UA-Schnittstellen zu MES und ERP.
  • Prozessentwicklung: Versuchsreihen, Parametrierung (Leistung, Frequenz, Zeit, Kühlung) und Simulation.
  • Service und Retrofit: Schulung, Ersatzteile, Fernsupport und Modernisierung bestehender Systeme.
EINSATZBEREICHE

Branchen & typische Bauteile

Ob Prototyp, Kleinserie oder Linie: Die Unitherma lässt sich schnell auf neue Geometrien und Werkstoffe einstellen und liefert reproduzierbare Ergebnisse in anspruchsvollen Industrien.

Branchen

Automotive & E-Mobility · Maschinen-/Werkzeugbau · Energie- & Bahntechnik · Medizintechnik · Elektro-/Gerätebau

Typische Bauteile

Zahnräder · Wellen · Lagerringe · Achsen · Armaturen · Gehäuse · Statoren/Rotoren · Werkzeuge · Schweißbaugruppen · Klebe-/Lötbaugruppen

QUALITÄT

Nachweisbare Prozesssicherheit: messen, regeln, dokumentieren

Alle relevanten Prozessgrößen werden überwacht und optional archiviert. So bleiben Härteverläufe, Lötbilder oder Fügeergebnisse wiederholbar, vom Erstmuster bis zur Serie.

  • Mess- und Regeltechnik: Pyrometer oder IR, Leistungsüberwachung sowie Durchfluss- und Drucksensorik.
  • Rezept- und Protokollfunktionen: Lückenlose Dokumentation und Archivierung für QS und Nachweisführung.
  • Prozessstabilität: Wiederholgenaue Erwärmung, definierte Abschreck- und Kühlparameter sowie reproduzierbare Taktzeiten.
SERVICE

Partnerschaft über den gesamten Lebenszyklus

Wir begleiten Sie von der Idee bis zur Serienanlage: Machbarkeitsanalyse, Bemusterung, Induktor-Design, Integration und laufender Betrieb – inklusive Fernwartung, Prozess-Audits und Retrofit.

  • Machbarkeitsanalyse & Prozessuntersuchung
  • Induktor-/Werkzeug-Design
  • Inbetriebnahme & Schulung
  • Ersatzteile, Fernsupport, Optimierung
  • Retrofit/Modernisierung bestehender Anlagen
PRODUKTÜBERSICHT

Unitherma – Technische Übersicht

Feature / Parameter
Unitherma (vertikal)
Horizontal-Modul (Erweiterung)
Besonderheit
Universelle Grundmaschine
Einfache, kompakte Längen-Erweiterung
Härte- & Anlasseinheit
integriert
integriert
Anwenderfreundliche Oberfläche
Fernwartung
optional
optional
Anti‑Crash‑System für Induktoren
eindimensional
Verfahrweg Z‑Achse (Induktor)
400 mm
Max. Werkstücklänge
1 800 mm
Werkstückrotation
optional
Datenerfassung & Rezeptverwaltung
optional
SERVICE & PARTNERSCHAFT

Begleitung über den gesamten Lebenszyklus

Machbarkeitsanalyse & Bemusterung · Induktor-/Werkzeug-Design · Inbetriebnahme & Schulung · Ersatzteile, Fernsupport, Optimierung · Retrofit/Modernisierung

BLOG

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FAQs

Hier beantworten wir kurz und präzise die wichtigsten Fragen zur Unitherma.

Zur Verlängerung der Lebensdauer einer Induktionshärteanlage sind regelmäßige Kontrollen und Reinigungen der Kühlsysteme erforderlich. Elektrische Verbindungen und Isolatoren sollten geprüft und Sensoren regelmäßig kalibriert werden. Ebenso sind mechanische Komponenten wie Achsen und Führungssysteme zu inspizieren. Der vorbeugende Austausch von Verschleißteilen reduziert Ausfallzeiten und sichert die Prozessstabilität.

Zentrale Herausforderungen sind die exakte Abstimmung von Induktor und Werkstückgeometrie sowie die präzise Kontrolle des Abschreckmediums. Zudem erfordert die korrekte Auslegung von Generatorleistung und Frequenz zur Erreichung der gewünschten Härtetiefe hohe technische Genauigkeit. Eine umfassende Prozessanalyse und Werkstücksimulation im Vorfeld sind entscheidend für reproduzierbare und optimale Ergebnisse.

Zur Qualitätskontrolle der Randschicht kommen Härteprüfungen nach Vickers oder Rockwell, Schliffbildanalysen zur Bestimmung der Einhärtetiefe und Rissprüfungen mit dem Magnetpulververfahren zum Einsatz. Infrarotkameras überwachen zusätzlich die Oberflächentemperatur während des Prozesses, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen.

Industrie 4.0 vernetzt und automatisiert die Prozesse moderner Härteanlagen. Sensoren und Aktoren erfassen in Echtzeit Daten zu Temperatur, Durchfluss und Position, die zur Überwachung und Optimierung genutzt werden. So lassen sich Wartungen prädiktiv planen, die Anlagenauslastung erhöhen und Betriebskosten senken.

Für die Induktionshärtung eignen sich Stähle mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,3 bis 0,6 Prozent, insbesondere Vergütungsstähle wie C45 oder 42CrMo4 sowie Einsatzstähle. Auch bestimmte Gusseisensorten sind geeignet. Entscheidend sind die Mikrostruktur des Materials und seine Fähigkeit, bei Erwärmung eine martensitische Umwandlung zu bilden.

Induktive Härteprozesse erhöhen die Energieeffizienz, da nur gezielt die zu härtenden Bereiche erwärmt werden. Dadurch sinkt der Gesamtenergieverbrauch im Vergleich zu Ofenverfahren deutlich. Zudem reduzieren umweltfreundliche Kühlsysteme und geringere Prozessgasemissionen die Umweltbelastung und fördern die Nachhaltigkeit.

Die Wirtschaftlichkeit von Induktionshärteanlagen hängt vor allem von Energieeffizienz, kurzen Taktzeiten und hoher Prozessreproduzierbarkeit ab. Niedrige Ausschussraten und ein geringerer Nachbearbeitungsaufwand reduzieren die Betriebskosten. Eine flexible Anpassung an unterschiedliche Bauteile verkürzt Rüstzeiten und steigert die Produktionsflexibilität.

Sie haben noch weitere Fragen?

Fehlt Ihnen eine Information? Schreiben Sie uns – wir beantworten sie gerne und erweitern unseren FAQ-Bereich fortlaufend.