Verzugsarmes Härten

Verzugsarmes Härten

Induktive Forschung

HLProKet

Entwicklung einer Hochleistungsprozesskette in der Großserienfertigung (HLProKet); Teilprojekt: Entwicklung eines verzugsarmen induktiven Härteprozesses.

Kurzbeschreibung

Das aufwendige Fügen von Beschlägen bzw. Verbindern im industriellen Möbel- und Innenausbau wurde durch die Nutzung des Prinzips der induktiven Erwärmung deutlich vereinfacht. Es wurde eine Technologie entwickelt, mit der Beschläge und Verbindungselemente erstmals mithilfe der induktiven Erwärmung dauerhaft und funktionsgerecht auf Bauteilen aufgeklebt wurden. Die wesentlichen Vorteile sind:

  • Einsparung des Bearbeitungsschritts Bohren,
  • Steigerung der Prozesszeiten und
  • Schaffung einer bestmöglichen Verbindung durch vollflächiges Verkleben.

Das Fügen wurde mithilfe thermoplastischer Schmelzklebstoffe und der Technologie der induktiven Erwärmung des Beschlags realisiert.

Projektpartner

  • VOLKSWAGEN AG
  • Gildemeister Drehmaschinen GmbH
  • EMUGE-Werk Richard Glimpel GmbH & Co. KG
  • FRANKEN GmbH & Co. KG
  • ECOROLL AG Werkzeugtechnik
  • ARTIS Gesellschaft für angewandte Meßtechnik mbH
  • Steremat Induktion GmbH
  • Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz Universität Hannover

Projektinformationen

Projektträger
Das Kooperationsprojekt KF3129103WZ4 wird im Rahmen des Programmes „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ gefördert.

Projektpartner
Fa. Steremat Induktion GmbH
Otto-Lilienthal-Straße 4
15566 Schöneiche bei Berlin

Technische Universität Dresden
Institut für Naturstofftechnik
Professur für Holztechnik und Faserwerkstofftechnik
Marschner Str. 32
01307 Dresden

Projektlaufzeit
01.02.2015 – 31.07.2017

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Hier finden Sie eine kuratierte Auswahl an Unterlagen zum Thema verzugsarmer induktiver Härteprozess. Die Sammlung wird fortlaufend erweitert; verfügbare Dokumente stellen wir als PDF bereit.

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FAQs

Hier beantworten wir kurz und präzise die wichtigsten Fragen zum Thema verzugsarmer induktiver Härteprozess.

Induktive Verfahren sind besonders geeignet für elektrisch leitfähige Materialien wie Metalle und Legierungen. Mithilfe induktiv erhitzbarer Suszeptoren können jedoch auch nichtleitfähige Werkstoffe wie Glas, Keramik oder bestimmte Kunststoffe gezielt erwärmt werden, was das Anwendungsspektrum deutlich erweitert.

Die Wirtschaftlichkeit induktiver Heizprozesse wird anhand von Kennzahlen wie spezifischem Energieverbrauch pro Werkstück, verkürzten Prozess- und Taktzeiten sowie reduzierten Ausschussraten bewertet. Zusätzlich verbessern geringere Wartungskosten und eine längere Anlagenlebensdauer die Gesamtbilanz.

Wesentliche Sicherheitsanforderungen betreffen elektromagnetische Felder und elektrische Komponenten. Eine wirksame Abschirmung der Induktoren und die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte schützen vor unzulässiger Exposition. Ebenso sind eine fachgerechte Installation und regelmäßige Wartung der Hochfrequenzstromversorgung erforderlich.

Induktive Forschung ermöglicht eine präzise, lokal begrenzte Wärmeeinbringung und ist damit zentral für das Fügen und Bearbeiten miniaturisierter Bauteile, etwa in der Mikroelektronik. Sie erlaubt hochgenaues Induktionskleben von Microchips, ohne benachbarte temperaturempfindliche Komponenten zu beeinträchtigen.

Induktive Erwärmung ist energieeffizient, da die Wärme direkt im Werkstück entsteht und Energieverluste gering bleiben. Dadurch sinkt der CO2-Ausstoß im Vergleich zu gas- oder ölbetriebenen Öfen. Die fehlende offene Flamme erhöht zudem die Arbeitssicherheit und verringert Emissionen schädlicher Gase.

Induktive Forschung macht energieintensive Prozesse effizienter. Durch gezielte lokale Erwärmung entfallen lange Aufheizphasen großer Öfen. Das senkt den Energieverbrauch, verkürzt Produktionszyklen und reduziert Materialausschuss. Insgesamt sinken Betriebskosten und die Wettbewerbsfähigkeit steigt.

Induktive Forschung ermöglicht die präzise, berührungslose Erwärmung von Materialien und erleichtert so die Entwicklung neuer Werkstoffe. Sie erlaubt die gezielte Steuerung von Materialeigenschaften und die Verarbeitung schwer bearbeitbarer Komponenten. Dies ist entscheidend für Fortschritte bei Hochleistungskeramiken, Verbundwerkstoffen und in der Nanotechnologie.

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