Anlagenmechanik für Induktionsanlagen
Stabiler Maschinenbau für präzise Erwärmung
Präzise Induktion braucht mehr als den richtigen Generator und Induktor. Ohne passende Mechanik und Handhabungstechnik landen Bauteile nicht zuverlässig im Feld, Achsen laufen nicht wiederholgenau und das Handling heißer Werkstücke wird zum Risiko.
Die Mechanik ist die Basis für form- und lagegenaue Erwärmung im Serienbetrieb. STEREMAT legt Gestell, Achsen, Aufnahmen und Handhabung so aus, dass Prozessfenster eingehalten werden, Bediener gut arbeiten können und die Anlage den Alltag im Schichtbetrieb aushält.
Grundmaschine und Gestell
Das Gestell trägt die komplette Prozesstechnik. Entsprechend wichtig ist der Aufbau.
Stabile Rahmenkonstruktion
Die Grundmaschine wird so ausgelegt, dass sie Induktor, Werkstückaufnahme, Achsen und gegebenenfalls Automatisierung dauerhaft stabil trägt. Verwindungssteife Rahmen und solide Auflager sorgen dafür, dass sich Positionen auch nach Jahren im Einsatz nicht verziehen.
Gute Zugänglichkeit für Service und Rüsten
Türen, Wartungsklappen und abnehmbare Verkleidungsteile werden so umgesetzt, dass Service und Rüstvorgänge ohne Turnübung möglich sind. Wichtige Komponenten wie Induktor, Aufnahme, Kühlanschlüsse und Medienkupplungen sind schnell erreichbar.
Schutzverkleidungen und Sichtfenster
Verkleidungen schützen vor Spritzwasser, Zunder, Kühlmitteln und mechanischen Risiken. Durch geeignete Sichtfenster behalten Bediener den Prozess im Blick, ohne in den Gefahrenbereich greifen zu müssen. Die Bedienhöhe wird ergonomisch geplant, damit auch längere Schichten gut zu bewältigen sind.
Achsen und Bewegungssysteme
Wo Induktion in Bewegung arbeiten soll, braucht es präzise Achsen.
Linearachsen zum Vorschubhärten und Positionieren
Für Scanhärten, Längserwärmung oder das Anfahren verschiedener Zonen werden Linearachsen eingesetzt. Hubachsen, Querachsen und kombinierte Systeme bringen Induktor oder Bauteil in die richtige Lage. Positioniergenauigkeit und Wiederholgenauigkeit werden auf das Prozessfenster abgestimmt.
Drehachsen, Spindeln und Rundtische
Rotierende Bearbeitungen, etwa an Wellen, Ringen oder Zahnrädern, benötigen Drehachsen. Spindeln, Rundtische, sogenannte Satellit Teller und drehbare Spannaufnahmen sorgen dafür, dass sich das Bauteil gleichmäßig durch das Feld bewegt. Das ist entscheidend für Rundlauf, Härteverlauf und definierte Zonen.
Genauigkeit und Stabilität
Führung, Lagerung und Antriebe werden so gewählt, dass sie die geforderte Präzision im Dauerbetrieb halten. Mechanischer Aufbau, Steuerung und Sensorik greifen dabei ineinander, damit jede Position auch in der Praxis erreicht wird.
Heißteilhandling und Peripherie
Induktive Prozesse enden meist nicht mit der Erwärmung.
Handling von glühenden Teilen
Glühende Bauteile müssen sicher zur Abschreckung, zum Ablegen oder zur nächsten Station gelangen. Schalen, Rinnen, Rutschen oder spezielle Übergabeplatten nehmen heiße Teile auf, ohne sie zu beschädigen oder Bediener zu gefährden.
Übergabe an Abschreck- oder Folgeprozesse
Je nach Prozess werden Bauteile direkt in Abschreckbecken, Spritzabschreckungen, Prüfstationen oder nachfolgende Bearbeitungen übergeben. Mechanik und Peripherie werden so geplant, dass Wege kurz bleiben und Temperaturen im gewünschten Fenster liegen.
Abschirmungen und Schutz
Hitzeschilde, Tropfkanten und Spritzschutz verhindern, dass heiße Medien oder Abschreckwasser unkontrolliert in die Umgebung gelangen. Elektrik und Steuerung werden entsprechend getrennt und geschützt geführt.
Werkstückhandhabung
Die beste Mechanik hilft wenig, wenn das Werkstück nicht sauber kommt und geht.
Zuführsysteme
Je nach Projekt können einfache Zuführhilfen oder umfangreichere Systeme sinnvoll sein. Dazu gehören Förderbänder, Rollenbahnen, Magazine oder Wendelförderer. Sie stellen Rohteile im richtigen Rhythmus und in der richtigen Lage bereit.
Greifertechnik für Roh- und Fertigteile
Greifer, Spannbacken und Aufnahmesysteme werden an Bauteilgeometrie, Gewicht und Temperatur angepasst. Auch warme oder heiße Teile müssen sicher gehalten werden, ohne Funktionsflächen zu beschädigen.
Be- und Entladung am Handarbeitsplatz und im Automat
Am Handarbeitsplatz unterstützen Ablagen, Anschläge und einfache Hilfsmittel das Einlegen von Hand. In teil- oder vollautomatisierten Zellen übernehmen Roboter, Portale oder Transfersysteme die Be- und Entladung. Die Mechanik stellt dafür definierte Übergabepunkte bereit.
Ergonomie und Servicefreundlichkeit
Mechanik und Handhabungstechnik müssen nicht nur funktionieren, sie sollen auch im Alltag passen.
Kurze Wege für Bediener
Bedienplätze, Bedienpulte und Übergabepositionen werden so angeordnet, dass Bediener alles Wesentliche im Nahbereich haben. Das reduziert Laufwege, erleichtert das Arbeiten und senkt die Fehleranfälligkeit.
Gute Zugänglichkeit zu Verschleißteilen
Spannmittel, Induktoren, Abschreckdüsen oder Verschleißteile werden so platziert, dass man sie ohne großen Aufwand wechseln kann. Das macht Rüstvorgänge und Wartung planbarer und verkürzt Stillstandszeiten.
Saubere Kabelführung und klare Trennung von Medien und Elektrik
Kabel, Schläuche und Leitungen werden strukturiert geführt. Elektrische Leitungen und Medienleitungen sind sauber getrennt, um Störungen und Schäden zu vermeiden. Das erleichtert auch spätere Erweiterungen oder Anpassungen.
Anlagenmechanik anfragen
Teilen Sie uns Bauteilgröße, Gewicht und Geometrie mit. Optimal sind zusätzlich Taktzeit, Peripherie wie Roboter oder Fördertechnik sowie besondere Anforderungen wie Heißteilhandling oder Platzverhältnisse. Wenn das noch offen ist, melden Sie sich trotzdem. Wir entwickeln die sinnvolle Struktur gemeinsam.
Auf Basis Ihrer Angaben erhalten Sie ein Mechanik- und Handhabungskonzept, das Wiederholgenauigkeit und Verfügbarkeit im Alltag absichert, mit Blick auf Wartungszugang und Integration.



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