Schleudergussanlage Lifumat
Induktives umschmelzen – Probenvorbereitung für OES, AAS, ICP, XES & Recycling
Die LIFUMAT-Baureihe ist speziell für das Umschmelzen und Ausgießen von Proben konzipiert – von der spektroskopischen Eichprobe bis zur Schrott- und Ferrolegierungsaufbereitung. Je nach Ausführung arbeitet die Anlage offen, unter Schutzgas oder im Vakuum und deckt 3,3 – 30 kW ab. Ergebnis: homogene, reproduzierbare Probenkörper mit definierter Geometrie – ideal für Labor, Wareneingang, Produktion und Recycling.
Die gezeigten Anlagen werden in enger Kooperation mit der LINN HIGH TEMP GMBH entwickelt und gefertigt – unserem Schwesterunternehmen.
Daher tragen die Anlagen im Video das LINN-Logo und werden von LINN-Mitarbeitenden bedient.
Warum LIFUMAT?
- Labor- und Industrie-tauglich – präzises Umschmelzen, definierte Probengeometrie, reproduzierbare Ergebnisse für OES/AAS/ICP/XES.
- Saubere Atmosphäre – optional vakuum- und gasdicht; minimiert Oxidation und Gasaufnahme, verbessert Analysestabilität.
- Materialflexibel – Fe-/Stahl-Proben, Aluminium und Ferrolegierungen (z. B. FeV, FeMn, FeCr, FeMo, FeSi) im Graphit- oder Keramiktiegel.
- Effizient & sicher – induktive Energieeinbringung, kurze Schmelzzeiten, keine offene Flamme; kompakt und wartungsarm.
- Prozesskontrolle – Temperaturregler, Datenaufzeichnung, Pyrometer (optional mit Videomodul) für QS und Traceability.
- Skalierbar – vom kompakten 2,4-kW-System bis zur LIFUMAT-Super (bis 30 kW) für Eichproben bis 1200 g.
Umschmelzen, Mischen, Schleuderguss – prozesssicher
- Induktives Umschmelzen von Stahl/Fe-Legierungen und Aluminium; homogene Schmelze für stabile Analytik.
- Ferrolegierungs-Mischungen mit Verhältnissen 1:2 bis 1:10; zielgenaues Legieren im Graphit- oder Keramiktiegel.
- Schleuderguss-Proben mit definierter Geometrie; gleichmäßige Erstarrung und gute Gefüge-Reproduzierbarkeit.
- Atmosphärenführung nach Bedarf: offen, Schutzgas oder Vakuum (modellabhängig).
- Option Überdruck (LIFUMAT-M-Vac): Schleuderarm bis 2,5 bar / 3 bar für anspruchsvolle Formfüllung.
Aus welchen Teilen besteht der Lifumat?
Die Abbildung zeigt eine beispielhafte Anlagenkonfiguration.
Umfang und Ausstattung ergeben sich aus Werkstück und Prozess. Einen Überblick zu Induktionstechnik und Komponenten im Detail finden Sie in unserer Induktionstechnik-Übersicht.
Passgenau erweitern – vom Sensor bis zur Peripherie
- Regelung & QS – verschiedene Temperaturregler, Datenaufzeichnung, Pyrometer, Pyrometer mit Videomodul.
- Temperatur/Zykluszeit – Leistungserhöhung zur Verkürzung der Schmelz- und Zykluszeiten.
- Vakuum & Druck – verbessertes Vakuum; Schleuderarm für Überdruck bis 2,5 bar / 3 bar (Lifumat-M-Vac).
- Peripherie – Umlaufkühler; optional Wachsausschmelz- und Muffelvorwärm-Öfen aus dem Umfeldprogramm.
- Integration – Rezeptverwaltung, Chargenkennzeichnung, Schnittstellen zur Labor-IT/QA.
Wo LIFUMAT überzeugt
- Probenvorbereitung für OES, AAS, ICP, XES – Labor, Wareneingang, Prozessüberwachung.
- Eichproben-Herstellung bis 1200 g (modellabhängig).
- Schrott-/Ferrolegierungs-Aufbereitung und legierte Proben nach Ziel-Analyse.
- F&E/Technikum – Parameterstudien, Legierungsentwicklung, Mischversuche.
Analytik beginnt mit der Probe – reproduzierbar dokumentiert
- Temperatur- und Prozessüberwachung via Pyrometer/Thermoelement, Leistungs- und Zeitprofile.
- Datenlogging für Rückverfolgbarkeit (Probe/Charge/Parameter/Atmosphäre).
- Konstante Geometrie & Gefüge durch definierte Gießkinematik und Schleuderbedingungen.
Kontaktlos, flammenfrei, emissionsarm
Daten & Varianten
Eichproben bis 1200 g sind mit Lifumat-M-6.6T, Lifumat-M-7.7T und Lifumat-Super-Vac realisierbar (gemäß Katalog).
Vakuumniveaus, Schutzgas-Durchfluss und Überdruckbetrieb gemäß projektspezifischer Auslegung.
Modell | Außenabmessungen (B×T×H) | Leistung (kW) | Fe-Kapazität | Al-Kapazität | max. Probengröße |
|---|---|---|---|---|---|
Lifumat-T-2,4 | 680 x 680 x 1530 mm | 2,4 | 45g | 20g | Ø 34×5 mm |
Lifumat-T-4,2 | 920 x 920 x 1530 mm | 4,2 | 350g | 130g | Ø 60×15 mm |
Lifumat-T-6,0 | 920 x 920 x 1530 mm | 6 | 650g | 250g | Ø 60×27 mm |
Lifumat-3.3T-Vac | 680 x 680 x 1530 mm | 2,4 | 45g | 20g | Ø 40 / 60 mm |
Lifumat-6.6T-Vac | 920 x 920 x 1530 mm | 4,2 | 350g | 130g | Ø 80 mm |
Lifumat-7.7T-Vac | 920 x 920 x 1530 mm | 6 | 650g | 250g | Ø 80 mm |
Lifumat-Super | 1800 x 1350 x 2100 mm | 20 (30,0) | 1200g | 500g | Ø 200 – l 300 mm |
Lifumat-Super-Vac | 1800 x 1350 x 2100 mm | 20 (30,0) | 1200g | 500g | Ø 200 – l 300 mm |
Vom Labor-Setup zur Serienroutine
Machbarkeitsprüfung & Probenversuche · Parametrierung (Leistung/Atmosphäre/Zeit) · Schulung
· Ersatzteile · Fernsupport · Retrofit und Leistungs-Upgrade




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FAQs
Hier beantworten wir kurz und präzise die wichtigsten Fragen zum Lifumat.
Wie beeinflusst die Induktorfrequenz das Schmelzergebnis?
Wie beeinflusst die Induktorfrequenz das Schmelzergebnis?
Die Frequenz des Induktors steuert die Eindringtiefe des elektromagnetischen Feldes und die Rührintensität im Schmelzbad. Hohe Frequenzen (HF) bewirken eine geringe Eindringtiefe und eignen sich für kleine Schmelzmengen und Edelmetalle, was eine glatte Oberfläche erzeugt. Niedrige Frequenzen (MF) führen zu stärkerer Durchmischung und sind vorteilhaft für große Schmelzen und die Homogenisierung von Legierungen wie Stahl oder Titan. Eine abgestimmte Frequenzwahl verbessert die Legierungsqualität und reduziert thermische Spannungen.
Wie können Gussfehler in diesem Verfahren effektiv vermieden werden?
Wie können Gussfehler in diesem Verfahren effektiv vermieden werden?
Gussfehler wie Lunker, Poren oder unvollständige Formfüllungen werden durch präzise Steuerung der Prozessparameter vermieden. Entscheidend sind die exakte Abstimmung von Schmelztemperatur und Schleuderdrehzahl sowie eine kontrollierte Atmosphäre aus Schutzgas oder Vakuum, um Gasaufnahme und Oxidation zu verhindern. Kontinuierliche Prozessüberwachung und Materialprüfungen ermöglichen die frühzeitige Erkennung und Beseitigung potenzieller Fehlerquellen.
Welche Trends prägen die Weiterentwicklung von Schleudergussanlagen?
Welche Trends prägen die Weiterentwicklung von Schleudergussanlagen?
Künftige Schleudergussanlagen werden stärker digitalisiert und mit IoT- sowie KI-basierten Systemen zur Prozessoptimierung ausgestattet. Fortschritte bei Sensorik und Datenanalyse erhöhen die Präzision der Prozessüberwachung und die Rückverfolgbarkeit. Gleichzeitig ermöglichen neue Technologien die Verarbeitung komplexerer Hochleistungswerkstoffe und Geometrien. Energieeffizienz und die modulare Einbindung in bestehende Produktionslinien rücken zunehmend in den Fokus.
Warum ist ein hohes Vakuum bei der Verarbeitung von Titan- und TiAl-Legierungen erforderlich?
Warum ist ein hohes Vakuum bei der Verarbeitung von Titan- und TiAl-Legierungen erforderlich?
Ein hohes Vakuum verhindert Reaktionen von Titan- und TiAl-Legierungen mit Sauerstoff und Stickstoff, die spröde Schichten und damit Qualitätseinbußen verursachen würden. Der Guss unter Vakuum gewährleistet Materialreinheit und stabile mechanische Eigenschaften. Dafür sind Systeme notwendig, die Drücke bis 5 × 10⁻³ mbar erreichen.
Wie lässt sich die Energieeffizienz einer Schleudergussanlage steigern
Wie lässt sich die Energieeffizienz einer Schleudergussanlage steigern
Die Energieeffizienz einer Schleudergussanlage verbessert sich durch präzise Leistungsregelung und angepasste Induktionsfrequenzen, die Schmelzzeiten verkürzen. Hochwertige Tiegel und Isolationsmaterialien minimieren Wärmeverluste. Regelmäßige Wartung von Vakuumpumpen und Kühlsystemen sichert deren optimale Funktion. Die Nutzung von Abwärme zur Muffelvorwärmung senkt zusätzlich den Gesamtenergieverbrauch.
Welche Vorteile hat das induktive Schmelzen gegenüber anderen Gießverfahren?
Welche Vorteile hat das induktive Schmelzen gegenüber anderen Gießverfahren?
Induktives Schmelzen ermöglicht eine präzise Temperatursteuerung und homogene Legierungsbildung durch elektromagnetische Rührung. Da kein direkter Kontakt zu Flammen oder Elektroden besteht, werden Oxidation und Gasaufnahme reduziert. Kurze Schmelzzeiten und hohe Energieeffizienz sichern eine gleichbleibende Gussqualität, insbesondere bei reaktiven Metallen und hochreinen Legierungen.
Wie lässt sich die geeignete Schleudergussanlage für eine spezifische Anwendung bestimmen?
Wie lässt sich die geeignete Schleudergussanlage für eine spezifische Anwendung bestimmen?
Die Auswahl einer Schleudergussanlage richtet sich nach Material, Gussgewicht, Produktionsvolumen und benötigter Schutzatmosphäre. Kompakte Modelle eignen sich für Prototypen und Labore, größere Anlagen für Serienfertigung und hohe Gussgewichte. Die Induktorfrequenz beeinflusst Schmelzqualität und Legierungshomogenität. Eine präzise Bedarfsanalyse ermöglicht die optimale Balance zwischen Leistung, Betriebskosten und Prozesssicherheit.
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